Zum 40-jährigen Jubiläum ihrer Wiedergründung und zum Jubiläum der Gründung des Gebirscchützen-Bataillons Inn / Chiemgau vor 30 Jahren in Neubeuern hatte die Neubeuerer Kompanie die Gebirgsschützen des Bataillons und darüber hinaus befreundete tiroler und südtiroler Kompanien geladen.
Die Festwoche gestaltet sich wie folgt:
| Do 10. Juni | Bieranstich mit der Musikkapelle Samerberg |
| Fr 11. Juni | "Aufgspuit, gsunga und gredt" mit Gruppen aus Bayern, Tirol, Südtirol |
| Sa 12. Juni |
Totenehrung auf dem Marktplatz und Bataillonsfestabend |
| So 13. Juni |
Kirchenzug Festgottesdienst am Marktplatz anschließend großer Festzug |
| Mo 14. Juni |
Festausklang mit Kesselfleischessen mit der Musikkapelle Rohrdorf |
Nach wochenlangen, teils monatelangen emsigen Vorbereitungen für das große Fest war am Tag des Bieranstichs die Vorfreude groß. Am Donnerstag Abend verkündete Bürgermeister Josef Trost nach vollbrachter Tat: "Ozapft is!" Mit Hilfe vieler anderer Ortsvereine und freiwilligen Helfern konnten die Neubeurer Gebirgsschützen der Bevölkerung ein wunderbar dekorierter Festzelt präsentieren. Selbst ein Original-Stadl mit Biergarten, Brunnen und Maibaum mit den Wappen der Kompanien des Bataillons Inn-Chiemgau zierte das Zelt.
Am Samstag fanden sich zum Bataillonsfestabend Abordnungen von allen geladenen Kompanien und Ortsvereine "Vor dem Festzelt ein. Der Zug marschierte zum historischen Marktplatz von Neubeuern, um dort am Kriegerdenkmal den Toten zu gedenken. Der Salutzug der Neubeurer Kompanie schoss einen dreifachen Salut zum "Guten Kameraden". Nach dem Rückmarsch wurde der Abend von Hauptmann Günther Hochhäuser eröffnet. Ihm folgten Reden vom Schirmherrn und Bürgermeister Josef Trost, vom Landeshauptmann Karl Steininger und dem Bataillonskommandanten Anton Greimel.
Nach der Ehrung der 14 Gründungsmitglieder für Ihre 40jährige Zugehörigkeit zur Kompanie und den 12 ehemaligen Marketenderinnen für Ihr Wirken wurden die Ehrengaben und Gastgeschenke überreicht. Schirmherr Bürgermeister JosefTrost erhielt eine Hausbank sowie eine Ehrenscheibe, ebenso erhielten eine Ehrenscheibe die Patenkompanie Samerberg mit Hauptmann Ludwig Staber, die Patenkompanie Unterwössen mit Hauptmann Georg Hasselberger sowie die Südtiroler Schützenkompanie Montan. Die Kompanie Neubeuern bedankte sich für den großen Ehrenkrug der Samerberger, die Einladung zum Vergleichsschießen der Unterwössener mit anschließender Bewirtung, den erlesenen Wein der Montaner und den Scheck der Gemeinde Neubeuern für ein neues Marketenderinnen Gwand.
Nachdem unser Spielmannszug auf der Bühne einen Marsch zum Besten gab, wurden
die folgenden Darbietungen von unserem Spielmannszug-Führer und Oberleutnant
Josef Stadler angekündigt.
Musikalisch durch den Abend führte die Neubeurer Blasmusik, unterstützt von den
Samer Sängern und mit verschiedenen Einlagen der Ortsvereine wie zum Beispiel
der Trachtenvereine von Neubeuern und Altenbeuern und dem alten Gwand.
Das Wetter hat gehalten und so konnte die Neubeuerer Kompanie ihre Gäste bei zwar bewölktem Himmel aber bei trockener Witterung und angenehmen Temperaturen begrüßen. Beste Voraussetzungen, denn so wurde es dann nicht so heiß.
Vom Festzelt zum historischen Marktplatz von Neubeuern marschierten im Kirchenzug:
Voran die Neubeurer Gebirsschützen-Kompanie mit ihrem Spielmannszug,
dann 17 Kompanien vom Bataillon Inn / Chiemgau,
die Gebirgsschützen-Kompanien Bayerischzell und Waakirchen,
3 Tiroler Schützen-Kompanien (Ebbs, Niederndorf und Thierberg) und
die Schützen-Kompanie Burgstall aus Südtirol.
Viele Ortsvereine komplettierten das schöne Bild.
Ein prächtiges Bild von den aufmarschierten Schützen, Marketenderinnen und weiteren Gästen bot sich unserem Hauptmann im Marktplatz, als er die Formationen begrüßte. Für den dreifachen Salut zur Wandlung bedanken sich die Neubeurer bei Ihrer Paten-Kompanie Samerberg. Unser Kompaniepfarrer Reuder hielt, überwältigt von dem Anblick, der sich ihm vor seiner Kirche bot, eine treffende als auch gelungene Predigt und beendete seinen Gottesdienst äußerst humorvoll mit dem Glockenschlag um 11:00 Uhr.
Zum Festzug passierten alle Ehrengäste, Gastkompanien und Ortsvereine die Spalier stehenden Neubeurer Gebirgsschützen am Münchner Tor. Der wunderbare Festzug aus Schützen Marketenderinnen, Spielleuten und anderen Abordnungen zog von Neubeuern nach Altenbeuern und von dort wieder zurück.
Am Montag beim Kesselfleischessen bedankte sich Hauptmann Günther Hochhäuser bei allen Beteiligten, insbesondere Dorfwirt Vornberger und seiner Mannschaft sowie den Schützen Konrad Paul, Hans Poll und Konrad Stuffer für das Anfertigen der Ehrenscheiben. Die Hauptmannschaft überreichte Ihrem Hauptmann schließlich für seinen unermüdlichen Einsatz als Festleiter einen Karabiner als Geschenk.
In der Kirche zu Altenbeuern zelebrierte Kompanie-Pfarrer Josef Reuder am 3. Juni 2010 den Fronleichnams-Gottesdienst, an dem auch 16 Schützen der Gebirgsschützen-Kompanie Neubeuern teilnahmen. Der Neubeurer Chor und die Musikkapelle Neubeuern begleitete den Gottesdienst musikalisch. Wegen des schlechten Wetters wurde die sonst anschließende Prozession jedoch abgesagt.
Am 30. Mai 2010 konnte Hauptmann Günter Hochhäuser mit 46 Schützen inklusive Spielmannszug und Marketenderinnen zum Alpenregionsfest nach Fulpmes im Stubaital ausrücken.
7000 Schützen und Spielleut aus Bayern, Salzburg, Ost-, Nord-, Süd- und Welsch-Tirol feierten in kameradschaftlicher Weise dieses Fest der Europaregion der Schützen Selbst anfangs leichter Regen konnte die Schützen nicht davon abhalten das Großereignis mit einem Feldgottesdienst gebührend zu feiern. Beim anschließenden Festzug bei Sonnenschein zogen die Kompanien durch den schönen Ort Fulpmes und boten den vielen Zuschauern einen farbenfrohen Anblick. In beeindruckender Weise zeigten die Schützen ihre Zusammengehörigkeit in der Alpenregion. Das Fest endete im Festzelt bei guter Bewirtung und kameradschaftlichem Beisammensein.
Am 23.5.2010 folgte eine größere Fahnenabordnung der Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern der Einladung der Partnerkompanie Burgstall zu ihrem 30jährigen Wiedergründungsfest. Zu diesem Anlass wurde eine Namensumbenennung der Schützen-Kompanie Burgstall durchgeführt. Von nun an nennt sich die Kompanie "Schützenkompanie Graf Volkmar von Burgstall". Mit einer Andacht an der Burgruine von Burgstall feierte die Kompanie im kleineren Rahmen ihr 30jähriges Wiedergründungsfest.
Angeführt von der Musikkapelle Burgstall zog man in einem Festzug mit Abordnungen aus dem Schützenbezirk, einer befreundeten Kompanie aus Tirol und den Neubeurer Schützen zum Gemeindesaal, wo man das schöne Fest bei Musik und einem sehr gutem Essen ausklingen lies.
Am 14. Mai 2010 verstarb Gründungsmitglied und Pionier Mathias List im Alter von 73 Jahren. Die Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern begleitete ihn auf seinem letzten Wege am 17.05.2010 und erwies ihm mit einer dreifachen Salve und dem "Guten Kameraden" die Ehre. Die Kompanie verabschiedete sich am offenen Grabe mit einem Fahnengruß.
Die Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern stellte eine vier Mann starke Fahnenabordnung auf Einladung des Trachtenvereins Neubeuern zu dessen 15. Treffen der historischen Trachten Altbayerns auf dem Marktplatz am 9. Mai 2010.
Bei weiß-blauem Himmel zelebrierte Pfarrer Reuder auf dem historischen, fahnengeschmückten Marktplatz den Gottesdienst. Ein glanzvoller Festzug über Altenbeuern zurück zum Marktplatz und durch das Münchener Tor zum Gasteig bot den begeisterten Zuschauern ein farbenfrohes Bild.
Bei geselligem Beisammensein auf dem Marktplatz endete das schöne Fest erst Abends.
Am 2. Mai 2010 marschierten rund 4000 Gebirgsschützen durch Benediktbeuern, um in der Klosterkirche ihren Festgottesdienst zu Ehren der Gottesmutter Maria abzuhalten. Die Kompanie Neubeuern, geführt durch Hauptmann Hochhäuser, beteiligte sich mit Spielmannszug und Kompanie.
In der Basilika feierte der Ortspfarrer Pater Heiner Heim die heilige Messe und umriss in seiner Predigt die Verbundenheit des Klosters Benediktbeuern mit den Schützen seit vielen Jahrhunderten. Der Festgottesdienst wurde musikalisch von der Musikkapelle Benediktbeuern begleitet und sehr schön gestaltet.
Mit klingenden Spiel zogen die 47 Kompanien durch den malerischen Ort Benediktbeuern an der Defilierung vorbei zum Festzelt. Trotz der Wetterkapriolen wurden die Gebirgsschützen weder im Klosterhof noch beim Festzug nass. Bei gutem Essen ließ man den Patronatstag 2010 im Festzelt gemütlich ausklingen.
Die erste Maiandacht zu Ehren der Schutzpatronin der Bayerischen Gebirgsschützen wurde von den Schützen der Kompanie Neubeuern besucht. Kompanie-Pfarrer Josef Reuder zelebrierte die Andacht in der Marienkirche in Neubeuern, die vom Kirchenchor feierlich begleitet wurde.
Die 40. Jahreshauptversammlung der Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern am 25.4.2010 konnte Hauptmann Günther Hochhäuser vor 79 Mitgliedern, die im Saal vom Gasthaus Vornberger anwesend waren, pünktlich um 20:00 Uhr eröffnen. Den ersten und zweiten Bürgermeister, Josef Trost und Lukas Schmid, sowie alle Ehrenoffiziere begrüßte der Hauptmann namentlich.
Punkt eins der Tagesordnung "Jahresbericht 2009" handelte der Hauptmann ausführlich ab, bevor er an den Kassier Georg Winkler übergab. Letzterer trug den Kassenbericht des vergangenen Jahres der Versammlung vor. Die Kassenprüfer Gerhard Kirchner und Herrmann Anzenberger bestätigten die ordentliche und korrekte Kassenführung und somit konnte die Versammlung die Hauptmannschaft entlasten.
Mit dem Protokollbericht als Punkt drei der Tagesordnung konnte Schriftführer Rainer Tremmel alle Ausrückungen der Kompanie im Jahr 2009 der Versammlung berichten.
Die neuen Termine für das kommende Festjahr 2010 wurden den Mitgliedern der Neubeurer Kompanie ausgehändigt, bevor der letzte Punkt der Tagesordnung "Wünsche und Anträge" abgehandelt wurde.
Bürgermeister Trost wünschte den Gebirgsschützen Neubeuern in seiner Rede alles Gute für das Festzelt, das zur 40. Wiedergründung und dem Bataillonsfest des Inn / Chiemgaus im Juni aufgestellt wird. Der Hauptmann konnte die Versammlung um 22:15 Uhr schließen.
Die Gebirgsschützen der Kompanie Neubeuern gaben ihrem Gründungsmitglied Georg Heibl am 1.3.2010 das letzte Geleit. Mit einem Ehrensalut und der Traueransprache am offenen Grab nahm Hauptmann Hochhäuser mit Kompanie Abschied vom Heibl Schorsch, ehe die Kompaniefahne sich zum letzten Mal senkte.
Die Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern nahm am 12. Februar 2010 Abschied von ihrem amtierenden Schützenmeister und Schützenkönig Hans Grasser, der am 09.02.2010 plötzlich und unerwartet verstarb. Fahnen-Abordnungen der Nachbar-Kompanien Rosenheim, Raubling, Flintsbach, Audorf und Samerberg nahmen Anteil zusammen mit dem Bataillons-Hauptmann es Inn-/Chiemgau-Bataillons.
Den Trauergottesdienst hielt Kompanie-Pfarrer Josef Reuder in der Dreifaltigkeitskirche in Altenbeuern. Die Kompanie Neubeuern ehrte ihren Schützenmeister mit einem dreifachen Ehrensalut. Mit dem Lied "Dein gedenk ich" nahmen die Schützenkameraden Abschied, bevor sich die Kompanie-Fahne für Hans Grasser zum letzten Mal neigte.
Am 2. Februar folgte die Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern der Einladung der Raublinger Nachbar- Kompanie "Oberer Wasn" zur Lichtmess-Wallfahrt. Mit einem Fackelzug zogen die Fahnenabordnungen aus Rosenheim, Bad Aibling und Neubeuern mit Gast-Fahnen-Abordnungen aus Tirol zusammen mit der Kompanie Raubling zur Kirche Heilig Kreuz, wo der Gottesdienst abgehalten wurde. Die Nußdorfer Saitenmusi und die Pfraundorfer Bläsergruppe spielten während des Gottesdienstes, der mit dem Blasius Segen endete. Der Rückmarsch endete beim Huberwirt in Raubling und so fand die Lichtmess-Wallfahrt ein schönes Ende.
Text: Jürgen Möderl
Am 20. Januar 2010 zog eine Fahnenabordnung mit sechs Schützen der Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern mit mehreren befreundeten Gebirgsschützenkompanien des Inn-/Chiemgau Bataillons von Happing nach Heilig Blut, um an der Sebasiani-Wallfahrt teilzunehmen. 1992 hat die Gebirgsschützen Kompanie Rosenheim diese Brauch wiederbelebt und feiert zu Ehren des zweiten Schutzpatron der Schützen mit Stadtpfarrer Benno Biehler einen Festgottesdienst. Nach dem Rückmarsch des Wallfahrtzuges nach Happing fand die Wallfahrt mit der Einkehr in den Landgasthof "Happinger Hof" ein gemütliches Ende.
Text: Jürgen Möderl